Psychopharmaka

Psychopharmaka ist die Pluralform vom griechischem Psychopharmakon (Seele-Medikament). Es ist also ein Arzneistoff, das auf die Psyche des Menschen symptomatisch wirkt und als Behandlung neurologischer und psychischer Störungen eingesetzt wird.

Man teilt die Psychopharmaka in verschiedene Gruppen ein:

 

Aber gerade bei Borderlinern ist die Medikation sehr schwierig, eben weil es keine "Borderline-gesund-mach-Pille" gibt. Und man, wenn man sich für eine Medikation entscheidet, nur Symptome bekämpfen machen kann. (z.B. Schlafstörungen, Depression, Angst). Es ist wichtig, dass man mit dem behandelten Arzt einen gemeinsamen Konsens findet und sich auf eine Medikation/ bzw. keine Medikamente einigt.

Aber, auch wenn der Arzt das schließlich studiert hat, ist man selbst diejenige/derjenige der am ehesten merkt, was einem gut tut oder eher schadet. Und: Jeder hat das Recht sich über die Medikamente zu informieren, über Beipackzettel oder aus anderen Quellen.

 

Unterteilung der Psychopharmaka

Antidepressiva Sedativa (Schlafmittel)

Tranquilizer (Beruhigungsmittel)

Neuroleptika (a-typisch, mittel-, und hochpotent) gegen Wahn und Angst Neuroleptika (niederpotent) beruhigend wirkend Rückfallschutz und vorbeugende Medikamente

Amitriptylin (=Saroten)

Tofranil (=Imipramin)

Anafranil (=Clomipramin)

Seroxat (Paroxetin)

Ludiomil

Doxepin (=Aponal)

Fluctin

Stangyl (=Trimineurin)

Cipramil

Zoloft

Remergil

Nefadar

Edronax

Jatrosom

Trevilor

 

Ximovan (=Zopiclon)

Oxazepam (=Adumbran)

Stilnox

Tavor

Lexotanil

Valiquid (=Diazepam)

Valium (=Diazepam)

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Haldol

Risperdal

Leponex

Zyprexa

Seroquel

Solian

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Atosil (=Promethazin)

Neurocil (=Levomepromazin)

Eunerpan (=Melneurin)

Quilonum (=Lithium)

Timonil

Tegretal

Valproinsäure (=Antiepileptikum)

Lamotrigin

(Quelle: BKH Regensburg)

Problematisch sind vor allem die Benzodiazepine (alle Beruhigungsmittel, sowie Adumbran/Oxanzepam), da sie schon in relativ kurzer Zeit der Einahme zu einer Abhängigkeit führen können. Nimmt man die Benzodiazepine über einen längeren Zeitraum regelmäßig ein, ist es sinnvoll eine langsame Entgiftung zu machen. Ich habe es im Krankenhaus immer wieder erlebt, bzw. habe selbst auch so eine Entgiftung hinter mir, und es ist schon gut machbar, man muss es halt langsam machen. Oft werden dann die Tabletten auf Tropfen (z.B. Diazepamtropfen) umgestellt und Tropfen für Tropfen reduziert. Man muss gerade bei einem Benzodiazepinentzug darauf achten, dass man keinen Krampfanfall bekommt. Aus diesem Grund heraus, gibt man oft ein Krampfschutzmittel (z.B. Timonil) und kontrolliert die Gefahr eines Anfalls mit Hilfe eines EEG's.