Folgen einer Traumatisierung

"Bei extremen Stress wird das Bewusstsein vernebelt.

In einer aktuten Stressreaktion werden vermehrt körpereigene Opiate freigesetzt. Diese können zu einer Art Betäubung oder Erstarrung führen, die Schmerzwahrnehmung wird gehemmt (vgl. "Totstellrefeflex im Tierreich"). Diese Reaktion erlaubt dem Organismus, eine überwältigende Belastung nicht bei klarem Bewusstsein zu überstehen, und auch die traumatische Erfahrung nicht exakt zu erinnern"

(vgl. Reddemann Luise, Dehner-Rau Cornelia, Trauma. Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen. Stuttgart 2004, Seite 34)

1. Reaktionen im Körper

Während einer Traumatisierung steht der Körper unter Stress und ist in Alarmbereitschaft, was dem Überleben dient. Es gibt im Wesentlichen drei mögliche Reaktionen, die in allen Kulturen und auch im Tierreich gleichermaßen vorkommen.

 

2. Gesunde Verarbeitung eines Traumatas

Es dauert einige Wochen, vielleicht sogar Monate, bis man sich nach einem Traum wieder ganz gesund fühlt. In der Zwischenzeit geschehen einige seltsam erscheinende Dinge mit einem. Diese Dinge dienen dazu, das Trauma zu verarbeiten. Diese Arten der Selbstheilung werden vom Organismus erprobt und sie werden sich wahrscheinlich abwechseln.

Viele Traumaopfer geben sich auch die Schuld daran. Dieses scheinbar absurde Verhalten hat aber auch einen gewissen Sinn. Denn wenn man Schuld an der Sache ist, dann war man ja nicht ohnmächtig und hätte was machen können. So ist das sich die Schuld geben ein gewisser Schutz, allerdings kein sehr gesunder. Oft schämt man sich auch dafür, als hätte man sich schlecht benommen. Je ehr man denkt, das was einem widerfahren ist, ist "normal", desto ehr wird man sich dafür schämen oder schuldig fühlen.

Tatsächlich ist es aber so, dass Traumata niemals "normal" sind.

(vgl. Reddemann Luise, Dehner-Rau Cornelia, Trauma. Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen. Stuttgart 2004, Seite 30-43)